Spaß

»Sich an Nietzsche und all die anderen Edelpupser ranzuschmeißen, das ist kein Spaß, aber Donald Duck ist ein Spaß, wenn er Wumm Peng Knirsch macht.« (George Tabori, Jubiläum)

Wiedererkennen

»Es gibt Untersuchungen darüber, daß die Wiedergabe der Verhältnisse in Entenhausen realistischer ist als die der Erlebnisse von Micky Mouse und Kater Carlo, was natürlich daran liegt, daß Micky Mouse als pazifistischer Antikriegsheld und das heißt: als Ideologieträger konzipiert worden ist, während die Geschichten um Donald Duck schlicht nur die geringere Aufgabe hatten, von Anfang an, die bürgerlich-kapitalistischen Verhältnisse in einem verhältnismäßig geschlossenen administrativen räumlichen Gebilde, so wie sie sich infolge leicht verständlich gemachter Analyse darstellen, wiederzugeben. In Entenhausen sollten wir uns wiedererkennen, in Micky Mouse manifestierte sich ein vorübergehender kategorischer Imperativ.« (Peter O. Chotjewitz, Trivialmythen)

New York

»New York liegt ganz weit weg in Amerika. Da wohnt eine Ente, die hat das Alphabet gelernt. Sie heißt Donald Duck. Sie kann reden, und sie fährt in einem Auto herum. Aber ob sie glücklich ist? Kaum. Wenn man einer Ente den kleinen Finger reicht, dann will sie gleich die ganze Hand.« (Carl Friedman, Zwei Koffer)

DDR

»Die DDR war der ›Planet zweiter Klasse‹, den ich aus einer Donald-Duck-Geschichte kannte.« (Diedrich Diederichsen, Sexbeat)

Böse Liebe

»Die böse Liebe des Volks zu dem, was man ihm antut, eilt der Klugheit der Instanzen noch voraus. Sie übertrifft den Rigorismus des Hays Office, wie es in großen Zeiten größere gegen es gerichtete Instanzen, den Terror der Tribunale, befeuert hat. Es fordert Mickey Rooney gegen die tragische Garbo und Donald Duck gegen Betty Boop.« (Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Dialektik der Aufklärung)

Banausen

»Albert hat in seinem Leben kein einziges kulturkritisches Essay gelesen. Aber sämtliche Donald-Duck-Geschichten kennt er auswendig! Gekettet an diesen Banausen blieb mir nichts anderes übrig, als auf bessere Zeiten zu warten.« (Eva Heller, Beim nächsten Mann wird alles anders)