Selfies ohne Selbst (XVII)

Wilhelmstraße, Bonn

Mein erstes Arbeitszimmer in Bonn. Statt Vorhängen gab es Rollläden. Um die Fenster zu putzen, musste ich das halbe Büro umbauen. In vier Jahren habe ich es einmal getan. Unten auf der Straße vor den Fenstern fuhr die Straßenbahn. Ich schaute in die Büroetagen des gegenüberliegenden Hauses und die Menschen darin schauten zurück. Es war eine Mönchszelle in einem Großraumbüro.

Selfies ohne Selbst (XVI)

U.S. Pacific Hotel, New York

Ich war mittags mit dem Greyhound Bus aus Baltimore angereist und hatte mich in Chinatown in einem der billigsten Hotels der Stadt eingemietet. Als ich um achtzehn Uhr dreißig das Zimmer verließ und in die KGB Bar zur Lesung ging, zu der Giancarlo DiTrapano eingeladen hatte, hörte ich aus dem Nebenzimmer Lachen und einen lauten Fernseher. Als ich um Mitternacht in das Hotel zurückkehrte, war aus dem Nebenzimmer das Lachen und der Fernseher immer noch zu hören. Waren meine Nachbarn nach New York gereist, um den Abend in ihrem Zimmer zu verbringen und fernzusehen? Wem es in diesem Hotel gefiel, dem gefiel es auch im Knast.

Ziegel #17

Morgen ist der offizielle Erscheinungstermin des neuen ZIEGEL. Die siebzehnte Ausgabe des Hamburger Jahrbuchs für Literatur, herausgegeben von Antje Flemming und Jürgen Abel, illustriert von Sascha Hommer und erschienen im Mairisch Verlag, ist randvoll gefüllt mit Erzählungen, Gedichten, Kurzdramen und Comics von u.a. Nefeli Kavouras, Karen Köhler, Roberta Schneider, Claudia Schumacher, Johanna Sebauer, Leonhard Hieronymi, Anselm Neft, Alexander Posch u.v.a.m.

Die Anthologie enthält auch einen Auszug meines neuen, noch in Arbeit befindlichen Romans, dessen Arbeit ich exakt heute vor fünf Jahren in Toronto begonnen habe.

Die Arbeit ist immer noch nicht abgeschlossen und das Manuskript inzwischen dicker als der Ziegel.

Giancarlo DiTrapano

 
 
 
 
 
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Selfies ohne Selbst (XV)

Wachsmuthstraße , Berlin

Das SUKULTUR-Büro in Hermsdorf. An dem rechten Schreibtisch arbeitete Frank, an dem linken ich, abends stellte ich den Beistelltisch zur Seite und las und schlief auf dem blauen Klappsofa. Jahre später wird sich bei einem sintflutartigen Regenfall vor dem Erkerfenster rechts neben meinem Schreibtisch das Wasser stauen, nicht mehr abfließen, immer höher steigen und eine Dreiviertelstunde lang laut ins Büro strömen. In der Folge mussten fünfundzwanzigtausend Lesehefte evakuiert werden und unser Arbeitsplatz verwandelte sich für fünf Monate in eine Baustelle.

MÄNNER!

»Marc Degens versammelt Vollmundig-Metapoetisches zu einem Mansplaining-Dramolett«, heißt es im Newsletter über meinen Text, der im neuen Merkur auf 14 Seiten abgedruckt ist.  Die neue Ausgabe (Nummer 862, März 2021) ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen, nicht nur für…

Selfies ohne Selbst 2

Eine Instagram-Freundin hat mich heute dankenswerterweise darauf hingewiesen, dass ein Spammer mein Profil kopiert und auch schon begonnen hat, Frauen zu folgen. Er (?) führt bestimmt nichts Gutes im Schilde. Der Account wurde bereits gemeldet und ist im Moment auch nicht mehr erreichbar. Bleibt wachsam!