Selfies ohne Selbst (XX)

Crystal City, Arlington

Alle meine Romane spielen in meiner Heimat. Sie sind einerseits selbstständig und eigenen Gesetzen unterworfen, gleichzeitig verweisen sie aufeinander und berühren sich. So wie das Ruhrgebiet, das im raumsoziologischen Sinne ja keine Metropole ist, sondern ein Rhizom mit einer vernetzten Struktur ohne Mitte. Deshalb glaube ich, dass sich das Ruhrgebiet in meinen Romanen weniger im Inhalt, als vielmehr in der Form widerspiegelt. Meine Romane behandeln nicht das Ruhrgebiet, sie sind wie das Ruhrgebiet.

Selfies ohne Selbst (XIX)

Keele Street, Toronto

Der Tag des Umzugs. Um kurz nach neun waren die Packer da, um zwanzig vor zwölf setzte ich mich in mein fast leeres Arbeitszimmer ein letztes Mal zum Schreiben. Zwei Stunden später war alles verschwunden. Die eingepackten Möbel, mein Rucksack, der Stuhl und ich.

Selfies ohne Selbst (XVIII)

Lavigne am Lake Nipissing

Draußen stürmte es fürchterlich. Die Ausläufer des Tropensturms Harvey hatten das Cottage erreicht. Obwohl alle Türen und Fenster geschlossen waren, wirbelten die Vorhänge wild im Luftzug. Frühstück mit Bagel, Tagebuch und Aprikosen.

Deutscher Verlagspreis 2021

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