


Herr Geiser »geht mit Marc Degens mit, in Selfie ohne Selbst, durch Freundschaft und Verrat, Treue, Milde, Wut«. Erschrocken las ich die Worte immer wieder. Meine Augen flogen über die nächsten Zeilen und registrierten fieberhaft die Namen. Thomas Brasch, Werner Schwab, Helga Schubert. Jean Améry. David Hume über den Freitod. Dann starrte ich auf die fettgedruckte Überschrift oben auf der Seite. 2 Zettls Wahn. Es fühlte sich an, als wäre ich plötzlich in Ohnmacht gefallen, aus meinem Bett und meinem Körper fortgeschleudert worden und in einer Welt aus Buchstaben, Ziffern und Schriftzeichen erwacht. Ich schaute mich um und fürchtete mich, dabei war ich nun doch genau das, was ich immer sein wollte. Ein Papierwesen. Ein Stück Literatur…
Schwarz, Grün und Lila auf Weiß: Mein Text »Im Lapidarium« heute in der FAZ.
