Earth’s Holocaust

hawthorne

Über Nathaniel Hawthorne »Earth’s Holocaust« (1844): In der »Erzählung fassen die Bewohner der Erde den Entschluss, all den abgenutzten Plunder der Menschheit, der sich über die Jahrhunderte angesammelt hat, in einem großen Freudenfeuer zu verbrennen. Waffen und Mordwerkzeuge werden in den Flammen vernichtet, um den Weltfrieden herbeizuführen. Alkohol, Tee und Kaffee werden ebenso ins Feuer geworfen wie Dokumente, Urkunden, Priestergewänder, Kirchenbänke und schließlich auch Bücher, da ›die Gedankenfracht der Toten‹ so schwer auf dem Verstand der Lebenden lastet. Nachdem alles zu Asche zerfallen ist, tritt ein Fremder an die Menschen heran, die glauben, sich nun frei und unbeschwert ihrer Zukunft widmen zu können, und bemerkt, es sei alles vergeblich gewesen, da man vergessen habe, das eigentliche Übel auszumerzen, das stets neues Unheil hervorbringen werde – das menschliche Herz!« (Alexander Pechmann: Wir träumen vom Paradies. [Nachwort]. In: Sophie und Nathaniel Hawthorne: Das Paradies der kleinen Dinge. Ein gemeinsames Tagebuch. Salzburg und Wien [Jung & Jung] 2014, S. 187)

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