Flucht nach oben

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Am 30. März 2021 starb Giancarlo DiTrapano im Alter von 47 Jahren. In diesem Jahr, in dem sich sein Tod zum fünften Mal jährt, erscheinen gleich zwei Bücher, die ihn ehren. Zum einen eine Sammlung seiner eigenen Texte, die – herausgegeben von The Giancarlo DiTrapano Foundation for Literature and the Arts – unter dem Titel »Vices« im April erscheint, zum anderen das von vielen ersehnte neue Buch »Fights! von Scott McClanahan, das im Juli bei Rose Books veröffentlicht wird. Für die aktuelle Februar-Ausgabe der Zeitschrift Merkur habe ich über meine erste und einzige persönliche Begegnung mit Gian geschrieben, vor zehn Jahren in der KGB Bar in New York. Anlass war eine New York Tyrant-Lesung mit Chelsea Hodson and Sean Kilpatrick: DOUBLE SUICIDE OR IT WASN’T LOVE.

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Fensterplatz

Die autorenbuchhandlung berlin am Savignyplatz präsentiert in regelmäßigen Abständen in einem ihrer Schaufenster die Lesebiografien von Kulturschaffenden und Autor*innen und fragt nach deren Lieblingsbüchern. Im Januar habe ich die Ehre, das Schaufenster zu bestücken, und hoffe, dass einige Entdeckungen dabei sind. Ich erfreue mich derweil an dem Gedanke, dass mein Roman in dem Schaufenster eine Art Litfaßsäule in Charlottenburg hat – und das auch noch in einem so schönen und kulturell wichtigen Leuchtturm Berlins.

Eine Übersicht der Bücher findet sich zudem HIER.

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Wie in guten Serien

»Einmal schildert Marthes Studienfreund (und Nebenaffäre) Kurt seinen Traum von einer sechshundert Seiten langen Graphic Novel, ›die komplex ist, mit vielen Figuren und unterschiedlichen Orten‹. Es ist ein wenig, als beschriebe er mit diesem Comicprojekt, das ›es mit einer guten Fernsehserie aufnehmen kann‹, das poetologische Programm des Romans selbst, der uns auf ebenfalls fast sechshundert Seiten so tief ins eigentlich wenig dramatische Leben seiner Protagonisten eintauchen lässt, dass man heimisch darin zu werden beginnt – wie in guten Serien.«

Oliver Jungen über meinen Roman »Verführung der Unschuldigen« in der heutigen FAZ.

Popliteratur in reinstem und besten Sinne

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»Marc Degens’ Buch [ist] Popliteratur in reinstem und besten Sinne. Das Ganze ist amüsant, kenntnisreich und locker aus der Hüfte erzählt. […] Degens hat ein klug kalkuliertes Buch geschrieben, das ironische Einblicke in unsere Oberflächenwelt vermittelt. Und es macht schlicht Spaß beim Lesen.« 

Enno Stahl über »Die Verführung der Unschuldigen« im Büchermarkt (Deutschlandfunk): Audio | Text

Ich habe Zeit

Ich habe Zeit, um zu lesen und zwei lange E-Mails zu schreiben.

Ich habe Zeit, einen APuZ-Artikel* auf Bluesky zu teilen 

Ich habe Zeit, um auf Kleinanzeigen nach Comics zu suchen.

Ich habe Zeit, um Staub zu wischen, zu saugen und aufzuräumen.

Ich habe Zeit, um an meinen Texten zu feilen.

Ich habe Zeit, um mir Schachvideos auf Youtube anzuschauen.

Ich habe Zeit, um mir ein Brötchen zu kaufen.

Ich habe Zeit, dieses Brötchen am Küchentisch zu essen.

Ich habe Zeit, die Geschirrspülmaschine auszuräumen und anschließend meinen benutzten Teller hineinzustellen.

Zeit ist mein größter Reichtum.

Ich bin reich.

(* https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/kulturpolitik-2025/573206/kaperung-und-korrektur/)

Zettls Wahn

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Herr Geiser »geht mit Marc Degens mit, in Selfie ohne Selbst, durch Freundschaft und Verrat, Treue, Milde, Wut«. Erschrocken las ich die Worte immer wieder. Meine Augen flogen über die nächsten Zeilen und registrierten fieberhaft die Namen. Thomas Brasch, Werner Schwab, Helga Schubert. Jean Améry. David Hume über den Freitod. Dann starrte ich auf die fettgedruckte Überschrift oben auf der Seite. 2 Zettls Wahn. Es fühlte sich an, als wäre ich plötzlich in Ohnmacht gefallen, aus meinem Bett und meinem Körper fortgeschleudert worden und in einer Welt aus Buchstaben, Ziffern und Schriftzeichen erwacht. Ich schaute mich um und fürchtete mich, dabei war ich nun doch genau das, was ich immer sein wollte. Ein Papierwesen. Ein Stück Literatur…

Schwarz, Grün und Lila auf Weiß: Mein Text »Im Lapidarium« heute in der FAZ.

Im Lapidarium

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Herr Geiser »geht mit Marc Degens mit, in Selfie ohne Selbst, durch Freundschaft und Verrat, Treue, Milde, Wut«.

PS

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